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Erneuerbare Energie = Leben in Frieden
Neben der Bevölkerungs- und der Ernährungsproblematik stellt die Frage nach einer zukünftigen Energieversorgung die dritte große Herausforderung für die Weltgesellschaft dar. Dabei stehen wir heute an einem Scheideweg zwischen.
-Weitermachen wie bisher
-oder
-Neue Wege beschreiten ?
Ein Weitermachen wie bisher bedeutet den bisherigen Energiemix mit überwiegend fossil- atomaren Rohstoffen (80 -90 %) fortsetzen. Dabei vertraut man auf die noch weitreichenden Kohlevorkommen, auf immer neue Entdeckungen von Erdöl-, Erdgas- und Uranlagerstätten. Bei zukünftigen Explorationen werden auch die bisher noch geschützten Eisgebiete sowie der Meeresboden mit einbezogen. Gleichzeitig stellt man für den Ausbau von erneuerbaren Energien eine kleine Spielwiese bereit, auf der sie sich austoben dürfen. Wer ist Man" ? Das sind die global agierenden Energiekonzerne ( in Deutschland RWE, EON, VATTENFALL; ENBW) im Schulterschluss vor allem mit konservativen politischen Akteuren.
Bleiben wir bei der Situation in Deutschland und Mitteleuropa:
Frankreich deckt seinen Strombedarf zu ca. 70 % aus Atomkraft. Schweden und Italien wollen wieder in die Atomenergie einsteigen. In einigen osteuropäischen Staaten liebäugelt man ebenfalls mit einem Ausbau dieser unermesslich gefährlichen Form der Stromerzeugung.
In Deutschland gilt bis jetzt noch der Atomausstiegsvertrag aus dem Jahr 2000 zwischen der damaligen Regierung Schröder/ Fischer und den 4 EVUs. Er besagt, dass jedes AKW entsprechend ausgehandelte Reststrommengen erzeugen darf und dann abgeschaltet werden muss. Dies entspricht einer Laufzeit von ca. 30 Jahren. CDU und FDP, die eine neue Koalitiom bilden, wollen diesen Ausstieg wieder rückgängig machen. Sie schließen zwar den Neubau von Kernkraftwerken aus, was aber nicht glaubhaft erscheint. Im Klartext: Die ältesten und wirtschaftlich bereits abgeschriebenen AKWs sollen länger laufen als die neueren, und das bei allen Gefahren und Unzulänglichkeiten, die gerade diese alten Anlagen betreffen ( Materialermüdung, Zunahme von Störfällen, unzureichende Sicherung gegen terroristische Flugzeugabstürze ). Ich blende die nach wie vor ungelöste Endlagerthematik dabei ganz aus.
So mancher konservativ- liberale Politiker phantasiert von einer möglichen Gesamtlaufzeit von 50 Jahren oder hält die Atomkraft für eine Ökoenergie Um die Bedeutung der Atomkraft zu erhellen müssen einige nackte Fakten herangezogen werden:
Anteil der Atomkraft am Gesamtenergiebedarf der Erde: 2%. Für diese 2% sind insgesamt 440 AKWs nötig..
Anteil der Atomkraft am Strombedarf in D : 15 %
Zahl der AKWs in D: 17
M.a.W. in D trägt 1 AKW nicht einmal 1% zur Stromversorgung bei.
Frage: Wieviele weitere AKWs bräuchte man in D, um eine so hohe Rate wie in F zu erzielen ?
Antwort: Ca. 50 Anlagen.
An welchen Flüssen die gebaut werden sollen, bleibt das große Rätsel der Euphorischen.
Die Atomlobbyisten und ihre verbandelte Politikerschar werden sagen:
So viele AKWs brauchen wir doch gar nicht. Es gibt ja auch noch die Kohleverstromung!
In der Tat, besonders die CO-2 Braunkohleschleudern zwischen Köln und Aachen und im Mitteldeutschen Revier tragen immer noch zu ca. 20 % an der Stromerzeugung in D bei. Das eine ist aber so schlecht wie das andere:
Weder die alles Leben gefährdende Atomkraft noch die klimaschädigende Kohlekraft sind Optionen für morgen.
Die Zukunft heißt:
Erneuerbare Energien aus Sonne, Wasser, Wind, Biomasse im Verbund mit geothermischer Energie und hocheffizienten KWK- Anlagen, die überwiegend auf Gas basieren.
Um die Klimaerwärmung auf 2° C zu begrenzen, muss bis 2050 ca. 80 % der Gesamtenergieerzeugung der Erde aus erneuerbaren Energien stammen. Das ist eine so riesige Herausforderung, dass unverzüglich alles Menschenmögliche getan werden muss, um dieses Ziel zu erreichen; denn wenn nicht, dann drohen unvorstellbare Katastrophen für uns alle: Meeresspiegelanstieg, Verschiebung der Klimazonen, Dürreperioden, Wassermangel, Migrationen in den Norden und nicht zuletzt Kriege um Rohstoffe und Lebensräume.
Und damit stellt sich die überlebenswichtige Frage (nach dem gleichnamigen Buchtitel) von Franz Alt, einem bekannten Umweltaktivisten:
Krieg um Öl oder Frieden mit der Sonne ?
Im Rahmen einer sog. Energie- Außenpolitik" soll die Bundeswehr weltweit deutsche Interessen vertreten. Längst ist sie, wie auch viele andere Armeen, überall dort im Auslandseinsatz, wo Lagerstätten von Erdöl, Erdgas, Uran oder anderen knappen Bodenschätzen liegen. Auch der Einsatz in Afghanistan dient nicht ausschließlich dem Kampf gegen den weltweiten Terrorismus, nur sagt das niemand laut. Der ehemalige US- Verteidigungsminister Schlesinger sagt. Wenn es einen Dritten Weltkrieg gibt, dann wird er um Rohstoffe und Energie geführt". Der Zusammenhang ist klar:
Der Besitz von knappen Rohstoffen stellt für die besitzenden Staaten einen unermesslichen Schatz dar, den sie aber meist selbst nicht benötigen. Deshalb verkaufen sie diese Schätze- je knapper und umworbener sie werden- zu immer höheren Preisen an die Energieverschleuderer, zu denen auch wir in Deutschland gehören. Stellen wir uns nicht schnellstmöglichst auf den absoluten Vorrang für erneuerbare Energien ein, dann bleiben wir so abhängig von den fossilen Rohstoffen ( die wir selbst kaum besitzen ), dass wir an Kriegen um diese teilnehmen werden, schon um unsere wirtschaftliche Stärke zu halten.
Das sagt kein führender Politiker laut, denn das soll die Bevölkerung möglichst nicht wissen.
Nur die Sonne und ihre Begleitkräfte, Wasser, Wind und Biomasse gehören niemandem, der dafür einen Preis verlangen könnte. Sie sind umsonst und gehören allen Erdenbürgern. Somit sind sie allein der Schlüssel für eine friedliche Welt.
Umgesetzt werden kann diese erneuerbare Energieautonomie aber nur in dezentralen Systemen, an denen viele Menschen beteiligt sind. Entscheidend ist also die Versorgung mit heimischer Sonnenenergie. So müssen auch keine Öltanker mit Kriegsschiffen verteidigt und keine Gaspipelines mit Kampfflugzeugen gesichert werden.
Der Umstieg von wenigen zentralen Energieerzeugungsanlagen ( Großkraftwerke der EVUs) auf sehr viele dezentrale Erzeuger ( private Solaranlagen, Windparks, Strom und Wärme aus land- und forstwirtschaftlicher Biomasse, Kraftstoffe aus heimischem Rapsöl...) ist das Gebot der Zeit.
Grundvoraussetzung hierfür ist eine breite Akzeptanz erneuerbarer Energien in der Bevölkerung und eine aktive Beteiligung der Menschen an bürgereigenen und kommunalen Anlagen vor Ort. Wo, wenn nicht am eigenen Wohnort bzw. in der heimischen Region, sind viele Menschen bereit, selbst zum Energieerzeuger zu werden ?
Der Aufbau einer energiewirtschaftlichen Dezentralität geschieht vorwiegend regional. Wenn Landwirte sich zusammenschließen um Biogasanlagen zu bauen, Öhringer sich an Bürgerstromanlagen auf städtischen Dächern beteiligen, Bewohner von Neubaugebieten mit kleinen Blockheizkraftwerken ihre eigene Hauswärme erzeugen und den erzeugten Strom ins Netz einspeisen, wenn Kommunen sich dazu entschließen eigene Stadtwerke zu gründen und nebenbei selbst an der Energieproduktion verdienen, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Freilich geht diese Entwicklung nicht von selbst. Daran mitzuarbeiten ist eine Daueraufgabe auch für UNS sowie das Öhringer Umweltforum.
Wie könnte das konkret aussehen?
-Einsatz für den Ausbau der Bürgerstromanlagen in Öhringen
-
-Überprüfung und ev. Kündigung der Konzessionsverträge zwischen Stadt und EnBW, die erst letztes Jahr um weitere 20 Jahre verlängert wurden, mit dem Ziel eigene Stadtwerke gründen zu können
-
-Beteiligung an der Aktion Energie in Bürgerhand", ausgehend von einer Initiative rund um die EWS Schönau
-
-Städtische Unterstützung von Eigenheimbesitzern zum Einbau von Mini- BHKWs
Vielleicht fallen euch, die ihr diesen Artikel lest, noch weitere gute Beispiele für einen Ausbau der erneuerbaren Energien ein.
Andreas Frasch
Liebe Wählerinnen und Wähler,
wir leben in einer Zeit rasanten Wandels. Er betrifft alle Lebensbereiche, auch
die Kommunalpolitik. Die traditionellen Parteien sind nicht mehr alleine in der
Lage, zukunftsgerechte und bürgernahe Entscheidungen zu treffen. Die
Fähigkeiten engagierter unabhängiger Bürgerinnen und Bürger sind heutzutage
mehr denn je gefragt.
Wir, die Bürgerliste für UNS (Umwelt Nachhaltigkeit Soziales)
treten bewusst als Nicht-Partei an, die für sich beansprucht, das Ohr nahe bei
den Menschen zu haben.
Unsere Kandidatinnen und Kandidaten, 10 Frauen und 14 Männer im Alter von 18
bis 72 Jahren, arbeiten schon seit vielen Jahren in Vereinen und
Organisationen in Öhringen mit. Wir trauen uns zu, in allen wichtigen Bereichen
der Kommunalpolitik mit unserem Engagement und Sachverstand mitreden und
mitentscheiden zu können.
Unser politisches Motto lautet: global denken lokal handeln
Wir setzen uns für eine Nachhaltigkeit im wahrsten Sinne des Wortes ein. Das
bedeutet: Wir müssen unsere Bedürfnisse und unsere Lebensweise heute so
gestalten, dass unsere Kinder und Enkel auch morgen noch eine Lebensgrundlage
haben. Dies gilt sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch und sozial.
Wir wollen
- Entwicklungsräume für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen in einer familienfreundlichen Stadt schaffen
- Die Bedeutung der Innenstadt stärken und eine ausgeuferte Flächenversiegelung in der Randzone stoppen
- naturnahe Lebensräume erhalten und eine umweltgerechte Landwirtschaft fördern
- durch erneuerbare Energien und Blockheizkraftwerke eine regionale Energieversorgung aufbauen
- den ÖPNV und den Radverkehr ausbauen, um so der Überlastung durch den Individualverkehr entgegen zu wirken
Wir wollen
- dass sich Öhringen als Mittelzentrum zukunftsfähig entwickelt und Partnerschaften mit außereuropäischen Städten aufbaut
Öhringen im Jahr 2009
Finanz- und Beschäftigungskrise, Klimawandel, soziale Gegensätze, Bevölkerungsentwicklung
diese und noch einige andere Fragen und Probleme stehen auf der Agenda,
und besonders auch im kommunalen Bereich. Auch wenn viele mit diesen
Zukunftsaufgaben im gemächlichen Hohenloher Ländle (überschaubarer Lebensraum,
geringe Arbeitslosigkeit, super Leitfiguren) direkt noch keine Tuchfühlung
aufnehmen mussten, so lohnt es dennoch, sich Gedanken zu machen über Auswirkungen
und Handlungsansätze im eigenen Gefilde.
Aller Voraussicht nach steigt die Arbeitslosigkeit, sinkt die Bevölkerungszahl,
entfernen sich die Generationen voneinander, verschlechtern sich sowohl Klein-
als auch Großklima. Die teilweise gut gefüllten Stadtsäckel werden leichter,
Investitionen in gesellschaftlich zukunftsfähige Infrastrukturmaßnahmen fehlt
der Nährboden.
Es ist sinnlos, nach den Fehlern in der Vergangenheit zu suchen, zielführend
sind alleine die vor uns liegenden Entwicklungen.
Wie sieht es diesbezüglich bei uns aus?
In den Programmen aller Parteien und Kommunalverwaltungen taucht der Begriff
der Nachhaltigkeit immer öfter auf. Man versteht darunter eine Entwicklung, die
die Bedürfnisse der jetzt lebenden Menschen befriedigt, ohne die zukünftiger
Generationen zu schmälern. Wer diese Definition wirklich ernst nimmt, der kann
gar nicht anders, als den meisten Zukunftsplänen der politisch Verantwortlichen
hart aber fair entgegen zu treten.
Was heißt das konkret?
Die Bevölkerungsentwicklung verbietet eine weitere Ausdehnung des Limesparks,
zumal im gewachsenen Bestand immer mehr Häuser und Wohnungen ausbluten. Denn
selbst ein Niedrigenergiehaus ist heutzutage auf der grünen Wiese nicht mehr
nachhaltig. Das Problem des leider immer noch räuberischen Flächenverbrauchs
verbietet eine weitere Ansiedlung, wenigstens solange es noch innerstädtische
Areale gibt.
Auch die freiwilligen Aufgaben einer Kommune dürfen nicht zurück gefahren
werden. Wer öffentliche Investitionen gegen öffentliche Beschäftigung
ausspielt, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Freilich, alles kostet Geld
und ein Haushalt darf aus Gründen der Generationengerechtigkeit keine neuen
Schulden aufnehmen. Dennoch: ist ein millionenteures Parkhaus noch sinnvoll,
wenn dafür erneuerbare Energiedienstleistungen und hocheffiziente
Energienutzungen, verbunden mit der Schaffung zahlreicher
Beschäftigungsmöglichkeiten entstehen könnten? Wie sieht die Zukunft in den
Köpfen derer aus, die sich für weitere 20 Jahre an einen einzigen Energieversorger
binden und das in einer Zeit, in der sich gerade im Energiesektor so
Vieles und so schnell verändert? Alle Probleme wären lösbar, wenn wirklich
nachhaltige Weichenstellungen getroffen würden. Es gibt nur einen Weg, der hier
ans Ziel führt.
Am 7. Juni waren Kommunalwahlen - der Wähler hatte das Wort...
Andreas Frasch, Bürgerliste für UNS
Gemeinderatswahl Öhringen vom 7.Juni 2009
Pressestimmen:
"Bei der Bürgerliste für UNS sieht es nun so aus: In der vierköpfigen Fraktion sitzen nicht nur zwei Frauen, sondern mit der 18-jährigen Katharina Kern auch das jüngste Mitglied in der Ratsrunde. Sie habe vor allem bei Jungwählern Stimmen gesammelt, glaubt Fraktionssprecherin Katharina Krehl." HZ vom 10.06.2009
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UNSere Kandidaten und Gemeinderäte - hier zu sehen!
OB-Wahl für Öhringen am 7.Juni 2009
Thilo Michler wird neuer Oberbürgermeister von Öhringen: Der 37-jährige erhielt im ersten Wahlgang 60,68 Prozent der abgegebenen Stimmen.
· Karin Miller erhielt 34,13 Prozent.
· Andreas Weickhmann kam auf 5,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,96 Prozent.
Quelle:HZ vom 09.06.2009 - Michler macht das Rennen